Hörbuch-Rezension: „Der Mann, der Sherlock Holmes tötete “ von Graham Moore

Einen wunderschönen guten Abend,

mein Weg zur Arbeit ist zwar glücklicherweise nicht sehr lang und doch sind Hörbücher mein stetiger Begleiter. In Zeiten von Spotify, Bookbeat und Co ist die Auswahl ja riesig, manchmal sogar zu riesig, so dass ich mich gar nicht mehr entscheiden kann.

Manchmal bin ich dann wirklich glücklich mit Hörbüchern, die mich ganz klassisch auf CD begleiten, da kommt man auch nicht ständig in Versuchung, zu einer anderen Geschichte zu switchen.

In diesem Fall, bedanke ich mich sehr, beim Bastei Lübbe – Verlag, der mir das Hörbuch von Graham Moore zur Verfügung gestellt hat.

Arthur Conan Doyle hat mit Sherlock Holmes eine literarische Figur erschaffen, die die Grenze zwischen Realität und Fiktion bei seinen Lesern verschwimmen lässt. Und doch kann er selber auch nicht die Finger vom Detektiv spielen lassen und versucht Anfang des 20.Jahrhunderts die nicht aufgeklärten Morde dreier Mädchen zu enträtseln.

Mehr als hundert Jahre später treffen sich die treuesten Anhänger von Sherlock Holme in New York. Highlight des diesjährigen Treffens – einem Mitglied ist es tatsächlich gelungen, das verschollene Tagebuch von Arthur Conan Doyle ausfindig zu machen und will dessen Inhalt nun mit den anderen Sherlockianern teilen. Doch der Finder wird ermordet, das Tagebuch verschwindet erneut und der neueste Anhänger der Sherlockianer findet sich plötzlich als Detektiv in London wieder.

Zwei Hobbydetektive, zwei Mordfälle und Verstrickungen, die ein Jahrhundert überdauern – Sherlock Holmes lässt grüßen.

Thriller gehören seit meiner Jugend mit zu meinen liebsten Genres. Als Hörbuch ist es sogar mein absolut favorisiertes Genre, deswegen habe ich mich unglaublich über dieses Rezensionsexemplar gefreut.

Ich nehme mir jetzt auch einfach schon mal mein eigenes Fazit vorweg und fange an mit: ich liebe diese Geschichte! Ich konnte gar nicht genug davon bekommen und ich werde mir auch noch das Buch zulegen, denn es handelt sich hier um eine bearbeitete Hörbuchfassung und ich will unbedingt die ganze Geschichte kennen lernen, bzw ich würde gerne wissen, welche Szenen herausgeschnitten wurden.

Jetzt aber zum Warum: Erstens ist ein Hörbuch immer gut, wenn David Nathan es liest. Ehrlich gesagt, ist das bei Hörbüchern tatsächlich ein ausschlaggebender Punkt, vor allem wenn ich den Autor/ die Autorin noch nicht kenne (Das heißt nicht, dass ich nur Hörbücher höre, die David Nathan spricht, aber ich muss mit dem Sprecher zurecht kommen).

Aber in diesem Fall war auch die Geschichte schon nach den ersten Minuten absolut überzeugen. Als großer Sherlock Holmes-Fan war ich gespannt auf eine neue Geschichte, die das Holmes-Universum in den Mittelpunkt stellt. Und ich muss sagen, ich liebe diese Umsetzung mit dem Wechselspiel von Gegenwart und Vergangenheit.

Sowohl die Geschichte um Arthur Conan Doyle, mit seinem wirklich grandiosen Sidekick Bram Stoker, als auch die Geschichte von Harold White, der im Auftrag des Urenkels von Conan Doyle das verschwundene Tagebuch sucht, sind unglaublich spannend und authentisch geschrieben.

Ich liebe es besonders, dass sich die beiden Handlungsstränge in ihren Sprachstilen unterscheiden – also ihrer jeweiligen Handlungszeit entsprechen. Die Atmosphäre, die so entsteht ist unglaublich spannend, man kann sich der Handlung gar nicht entziehen.

Außerdem sind die Figuren unglaublich gut inszeniert. Arthur Conan Doyle und Bram Stoker lassen das London des beginnenden 20.Jahrhunderts lebendig werden und man sich quasi lebendig vor sich, wie die beiden in den zwielichtigen Ecken Londons nach einem Mörder suchen.

Harold White als Hauptfigur des gegenwärtigen Handlungsstranges personifiziert die Faszination für Sherlock Holmes und es macht einfach Spaß mit ihm mit zu eifern, seinem Idol immer näher zu kommen.

„Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ ist ein Thriller, der unglaublich geschickt zwei Handlungsstränge miteinander verknüpft und den Leser auf eine mörderische Rätseltour nimmt, der jeden Sherlock Holmes – Fan in Verzückung versetzt.

Und ich habe jetzt Lust auf mehr Bücher von Graham Moore.

 

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

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    28. Mai 2019 21:00

    Such a fun read. A wonderful way to get to know the Sherlockian sub-culture and its people, while enjoying a good suspenseful yarn, that of a Sherlockian investigating a murder in his group of Sherlock fans using the tools he has learned from reading the Holmes stories. You also get to meet Arthur Conan Doyle and his good friend, Bram Stoker, and Moore has given them a mystery to work on, too. Candy for any book lover and Anglophile, intelligent and fulfilling.

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