Questions, Quotes und Quatschen – Lesen gibt mir Ruhe

Einen wunderschönen guten Morgen meine Lieben,

eigentlich ist Dienstag ja unser Tag zum Quatschen, und eigentlich wollte ich auch pünktlich am Dienstag meinen Beitrag schreiben, aber dann wurde mein ganzer sorgfältiger Plan wieder vom Leben durcheinander gebracht.

Jetzt ist die Woche um, aber ich habe so Lust diesen Beitrag zu schreiben, dass jetzt einfach am Samstag gequatscht wird für diese Woche. In dieser Woche soll es nämlich um etwas gehen, was mir in den vergangenen Tagen definitiv gefehlt hat – Ruhe!

„Reading forces you to be quiet

in a world that no longer makes space for that.“

(John Green)

Seit ich dieses Zitat von John Green auf Pinterest gelesen habe, denke ich darüber nach . Mein Leben ist unglaublich laut – zwei Kinder zu Hause und auf der Arbeit im Schnitt alle 45 Minuten 30 neue Gesichter, die reden, lachen, streiten, schreien. Ein Lehrerzimmer ist auch nur selten ein Ort der Ruhe, von den Aufenthalten im Kindergarten ganz zu schweigen. In den letzten Jahren wurde Ruhe ein Aspekt in meinem Leben, den ich einfach unglaublich zu schätzen weiß. Ich genieße sie in vollen Zügen. Da passiert es schon mal, dass ich einfach nur stumm auf dem Sofa sitze und an die Wand starre, weil einfach gerade mal alles still ist.

Bücher sind für mich da ein unglaublicher Schatz, denn sie schenken mir Ruhe und Gelassenheit, obwohl sie mich in die spannendsten Abenteuer verwickeln können. Dabei lese ich noch nicht einmal nur, wenn es absolut ruhig um mich herum ist, sondern in jeder erdenklichen Situation. Aber selbst zwischen tobenden Kindern auf dem Spielplatz, im Zug oder einfach im Wohnzimmer, während meine Töchter durch die Gegend wirbeln, schenken mir Bücher Ruhe in Situationen, in denen es eigentlich furchtbar laut ist.

Noch dazu kommt, dass ein Buch an sich leise ist. Es gibt nur eine einseitige Kommunikation – das Buch erzählt und ich höre zu. Ich brauche nicht antworten, nicht reagieren, nicht liken oder kommentieren. Ich genieße einfach die Geschichte, die mir das Buch erzählen will und darf dabei ganz stumm bleiben, darf mich ganz darauf konzentrieren, was mir erzählt wird. Reagieren kann ich immer noch später, wenn ich mir meine Gedanken gemacht habe.

Das ist genau das, was mich stresst in der modernen Kommunikation. Etwas wird gesagt, getwittert oder gepostet und die Leute wünschen sich, dass man auch direkt eine Antwort gibt. Vielleicht ist das nicht „laut“ im eigentlichen Sinne, aber tatsächlich stresst mich das sehr und setzt mich unter Druck, denn man schließt sich ja an! Ich poste ein Bild auf Instagram oder einen Text auf Facebook und schon warte, ja lauere ich geradezu darauf, dass jemand auf meinen Post reagiert. Dabei sollte ich das nicht wollen, denn damit stresse ich ja auch andere Menschen.

Zu lesen zwingt mich zur Ruhe und ich genieße das in vollen Zügen – es gibt kaum eine bessere Erholung. Denn in einer Welt, die augenscheinlich momentan keinen Platz für Ruhe hat, muss man immer selber dafür sorgen, dass man sich eigene Inseln der Ruhe schafft.

Quelle: www.pixabay.com

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