Rezension: Lisa Summer – British Love (Wo die Liebe hinzieht)

Einen wunderschönen guten Abend,

hach, ich liebe ja Kurzurlaube – einfach mal verschwinden und andere Dinge sehen und erleben. Und wenn dieser Kurzurlaub dann auch noch in einen Ferienpark geht, in dem die Kinder gut versorgt sind, dann habe ich sogar Zeit eine ganze Menge zu lesen und das genieße ich noch viel mehr.

Tatsächlich habe ich es geschafft an diesem Wochenende vier Bücher zu lesen und ich wurde von keinem einzigen enttäuscht. Nach und nach werde ich euch hier jetzt von den Geschichten erzählen, die mich letztes Wochenende begleitet haben. Starten werde ich heute mit „British Love (Wo die Liebe hinzieht)“ von Lisa Summer.

Linda ist Bauingenieurin und hat gerade einen Job in England angenommen. Eine grandiose Chance? Definitiv, aber der Job ist nur Mittel zum Zweck. Denn dies ist der Ort, an den ihre Halbschwester mit ihrer Mutter vor über 20 Jahren gezogen ist und Linda braucht nichts mehr, als ihre Halbschwester zu finden. Zuhause in Deutschland ist ihr Vater an Leukämie erkrankt und Linda setzt alle Hoffnungen daran, dass ihre Halbschwester als Stammzellenspenderin in Frage kommt.

Doch Linda hat so gut wie keine Informationen über ihre Schwester und ihre Suche gestaltet sich mehr als kompliziert. Richtig schwierig wird es allerdings, als ihr Chef Harvey sie von der Küste nach London versetzen lässt. Ja, der Job ist toll und Harvey wird mit jeder Begegnung ebenfalls toller, aber Lindas Vater braucht Hilfe und die Zeit rennt…

Ich mag Liebesgeschichten. Ich mag England. Die besten Voraussetzungen für diese Geschichte, oder? Immer wenn die Voraussetzungen für eine Geschichte stimmen, bin ich doppelt vorsichtig, aber ich wurde nicht enttäuscht.

Linda ist eine selbstbewusste junge Frau, die ganz klar ein Ziel vor Augen hat und sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt, auch wenn Ablenkungen durchaus ihren Weg kreuzen. Harvey sieht auf den Blick aus wie ein reicher Schnösel, der andere einfach vor vollendete Tatsachen stellt , aber mit Linda zusammen lernt der Leser die Figur auf verschiedene Arten und Weisen, so dass er einem immer sympathischer wird und die Figur auf immer mehr Tiefe bekommt.

Die Liebesgeschichte und die Suche nach Lindas Schwester sind vollgepackt mit Klischees und auch teilweise mit vorhersehbaren Szenen und auch wenn das jetzt total negativ klingt – für mich gehören Klischees in Liebesgeschichten. Es muss vielleicht noch ein bisschen an der Portionierung der Klischees und romantischen Handlungen gefeilt werden, aber wirklich gestört hat es mich nicht.

Was mich allerdings absolut überzeugt hat sind die Handlungsorte der Geschichte – man kann sich die Orte gut vorstellen, die Unterschiede zwischen Lindas Aufenthalten an der englischen Küste und mitten in London sind gut nachvollziehbar und geben der Geschichte ihren ganz eigenen Charme.

„British Love“ ist eine Liebesgeschichte, die mich gut unterhalten hat und die ich unglaublich gerne gelesen habe. Man kann mit den Figuren mitfiebern, was auch einige Schwächen in der Fülle der Klischees wieder wettmacht.

Für mich ist es ein wirklich schönes Buch für einen Sommerurlaub  – eine Geschichte zum sich Fallen und es sich gut gehen lassen.

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