Rezension: Love to share – Liebe ist die halbe Miete von Beth O´Leary

Einen wunderschönen guten Abend,

Lasset die Rezensions-Spiele beginnen. Wie angekündigt folgen diese Woche einige Rezensionen, die noch in meinem Kopf schlummerten und nun endlich doch aufs Papier / den Bildschirm wollen.

Starten werde ich heute mit „Love to share. Liebe ist die halbe Miete“ von Beth O´Leary – eine Liebesgeschichte, mit der Instagram vor einigen Wochen quasi überflutet war. Sowohl auf den deutschsprachigen aber auch auf den englischen Kanälen gab es einfach keinen Weg um die Geschichte von Tiffy und Leon herum – und das auch aus gutem Grund:

Tiffys Beziehung ist am Ende, also braucht sie möglichst schnell eine bezahlbare neue Unterkunft – wenn es geht mitten in London. Leon hat eine Wohnung mitten in London und braucht dringend Geld, aber definitiv keinen Mitbewohner. Doch Leon hat einen Plan: er arbeitet nachts, braucht sein Apartment also nur zu den  Uhrzeiten, in denen andere arbeiten, für nachts kann jemand anderes dort wohnen. Tiffys Freunde sind wenig begeistert von dieser Idee, aber Tiffy wagt das Abenteuer. Sie lebt abends und nachts in der Wohnung und wenn sie zur Arbeit geht, kommt Leon nach Hause. Sie kommunizieren nur über kleine Notizen überall in der Wohnung und die Regeln für die Benutzung sind klar, bis sie dann doch irgendwie immer weiter verschwimmen…

Die Idee der Geschichte klang genial und all die Berichte in den Social Media Kanälen haben mich unglaublich neugierig gemacht – aber sie haben auch meine Erwartungen wirklich in schwindelerregende Höhen wachsen lassen. Aber was soll ich sagen? Mit jedem Absatz habe ich mich mehr in diese Geschichte verliebt. Ich habe es geliebt zwei vollkommen unterschiedliche Menschen auf ihren Wegen zu begleiten. Beth O´LEary verleit den beiden Figuren unglaubliche Charakterstärke, nicht nur durch ihre Handlungen und Dialoge, sondern auch durch die unterschiedlichen Sprachstile, die die beiden Protagonisten in der Ich-Form an den Tag legen.

Die Geschichte kann man am besten mit dem Adjektiv „lebendig“ beschreiben. Die Figuren werden beim Lesen geradezu lebendig und laden einen ein, an ihrem Leben teil zu haben. Und dies gilt nicht nur für die beiden Protagonisten sondern auch für die Nebencharaktere.

Durch die Zettel-Unterhaltungen der beiden Protagonisten kann man sich ganz wunderbar in den Handlungsverlauf einfühlen – immer wieder überlegt man, wie man selbst auf die Nachrichten geantwortet hätte, es ist einfach eine große Freude mit zu erleben, wie aus einer geschriebenen Zettelfreundschaft eine echte wird.

„Love to share“ ist eine herzerwärmende Liebesgeschichte, die einen auf ganz besondere Art und Weise zum Lachen und zum Weinen bringt, die einen mit den Protagonisten mitfiebern lässt, mit ihnen leidet, mit ihnen wütend ist und sich mit ihnen freut.

Beth O´Leary hat einen großen Eindruck auf mich gemacht und ich kann es jetzt schon kaum noch erwarten, wenn nächstes Jahr ihr neues Buch erscheint.

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