Wenn Hobby und Beruf sich vermischen

Einen wunderschönen guten Abend,

wie bereits angekündigt möchte ich in Zukunft auf diesem Blog auch meinen eigentlichen Beruf mit in mein Hobby einfließen lassen. Denn tatsächlich bin ich mittlerweile bereits seit 9 Jahren fertige Lehrerin und treibe mich sogar schon seit 15 Jahren an Schulen herum.

Ursprünglich habe ich mal Grundschullehramt gelernt mit den Hauptfächern Deutsch und Sachunterricht (Schwerpunkt Geschichte), habe mein Referendariat in Düsseldorf gemacht und abgeschlossen zu einer Zeit, in der es tatsächlich kaum Stellen für Lehrer gab und schon gar nicht an Grundschulen. Also habe ich zum ersten Mal die Schulform gewechselt und habe dann in Duisburg an einer Hauptschule angefangen. Dort durfte ich dann die ersten Erfahrungen als Klassenlehrerin machen.

Nach meiner Elternzeit war eine Rückkehr an die Hauptschule keine Option mehr, da die Schule auslief und der Zufall brachte mich an die Realschule. Dort bin ich nun seit vier Jahren und bin unglaublich glücklich.

Deutschlehrerin bin ich mit Herz und Seele, es ist ein Fach, das so unglaublich vielfältig ist und viel Spielraum für Experimente bietet. Mein Lieblingspart – wie könnte es anders sein – ist es natürlich, wenn endlich Lektüre lesen auf dem Plan steht. Ich liebe und genieße es zu überlegen, welches Buch zu der jeweiligen Klasse passen könnte und wie man mit dem Buch arbeiten kann.

Von Klassiker über aktuelle Jugendbücher bis zu Comic und Manga – ich probiere gerne neue Dinge aus, habe aber mittlerweile ein gutes Repertoire, mit dem ich sicher in der Schule hantieren kann. Wichtig ist es mir, dass alle Kids einer Klasse ein Interesse für die Geschichte entwickeln können (auch wenn es durch ein Wechselspiel zwischen Lesen und z.B. Film-Adaption passiert).

Was ich gar nicht mag ist „plakative Problemliteratur“ – also wenn ein Buch von vornherein nur darauf ausgelegt ist, ein ganz bestimmtes Problem gezielt zu thematisieren. Ich denke, wir kennen aus der eigenen Schulzeit diese Romane, die dann ausschließlich Drogen, Gewalt, etc. behandeln. Nicht, dass es nicht wichtig ist, problematische Themen anzusprechen, das finde ich sogar ausgesprochen wichtig, aber ich finde es plump, wenn das Problem den Jugendlichen einfach nur vorgesetzt wird. Ich halte viel von meinen Kids und traue ihnen zu, aus jeder Geschichte die Probleme herauszufiltern, die für sie selbst auch wichtig sind. Es ist etwas, was man schwer formulieren kann, aber ich bin immer dafür, dass die Jugendlichen sich einen eigenen Weg in eine Geschichte finden, ihnen die Möglichkeit zur Identifikation gegeben wird und sie die Chance haben breit gefächerte Diskussionsthemen aus den Büchern heraus zu arbeiten.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es besonders wichtig ist der Geschichte zuzuhören und den Jugendlichen, die über das Gelesene reden.

Was habt ihr denn so in der Schule gelesen? Und was ist euch davon am meisten im Gedächtnis geblieben?

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