Rezension: US. Wie Worte so laut – Ronja Delahaye

Einen wunderschönen guten Abend,

heute Morgen habe ich euch schon den thematischen Beitrag zu Ronja Delahayes neuer Geschichte „US. Wie Worte so laut“ gepostet und jetzt kommt meine Rezension direkt hinterher.

Reyes lebt in einer kleinen Stadt an der englischen Küste und redet nicht – nur mit den Menschen, die ihr absolut vertraut sind. Sie kommt klar in ihrem Leben, aber wirklich glücklich ist sie nicht.

Als sie an der Strandpromenade einem jungen Mann beim Gitarre spielen zuhört ist sie sofort fasziniert von ihm, als er ihr dann auch noch seine Telefonnummer zusteckt, beginnt eine Reise für Reyes, auf die sie nicht vorbereitet war. Es wird ihr immer mehr bewusst, dass ihr altes Leben noch einige Lücken hatte und dass sich ein neues Leben vor ihr auftut, in dem sie sich erst noch zurecht finden muss.

Der taube Fynn ist von der ersten Sekunde angetan von Reyes, doch alle romantischen Gefühle rücken in den Hintergrund, als er erkennt, dass das was Reyes wirklich braucht, ein Mensch ist, der sie wirklich versteht und ihr nicht bloß zuhört. Gemeinsam entwickeln sie ihre eigene Kommunikation, die immer wieder auf die Probe gestellt ist, denn Leben ist bekanntlich das, was passiert, wenn man andere Pläne macht.

Als Ronja mich gefragt hat, ob ich ihr neues Buch lesen möchte, habe ich sofort zugestimmt, denn „Tigerstreifenhimmel“ mochte ich letztes Jahr schon unglaublich gerne.

Und auch bei „US. Wie Worte so laut“ war ich direkt vom Anfang an mitten in der Geschichte. Reyes und Fynn sind zwei wirklich faszinierende Protagonisten – die so viele Charaktereigenschaften haben, mit denen man sich identifizieren kann und doch zwei Leben führen, in die man sich wirklich eindenken muss. Und das gelingt in dieser Geschichte wirklich gut.

Die Autorin beschreibt die Stille, das Fehlen von Worten, das Unverständnis einiger Menschen und all die Hoffnungen rund um gelungene Kommunikation wirklich unglaublich gut.

Getragen von einem wirklich leichten, aber eindringlichen Sprachstil, gleitet man durch die Geschichte, leidet und lacht mit den Figuren, man weint und schöpft Hoffnung.

Ich möchte nicht allzu viel vom Verlauf der Handlung berichten, denn die Entwicklung der Figuren sollte man wirklich selbst erleben. Und es ist wirklich ein Erlebnis, denn die Geschichte steckt voller liebenswerter Figuren, die man direkt in sein Herz schließt und bei denen man sich immer freut, wenn man sie auf den Seiten wiedertreffen darf.

„US. Wie Worte so laut“ ist eine Geschichte, die vor allem von den wirklich gut ausgearbeiteten Figuren lebt. Die Geschichte mutet so leise an und hat dabei eine ganze Menge zu sagen ohne dabei je aufdringlich zu werden.

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